"LEONCE UND LENA"
Lustspiel von Georg Büchner

Leonce und Lena (Foto: Hessisches Landestheater Marburg)
Leonce und Lena (Foto: Hessisches Landestheater Marburg)
Leonce und Lena (Foto: Hessisches Landestheater Marburg)
Leonce und Lena (Foto: Hessisches Landestheater Marburg)
Leonce und Lena (Foto: Hessisches Landestheater Marburg)
Leonce und Lena (Foto: Hessisches Landestheater Marburg)
Georg Büchner als Freimaurer mit einem Logenbijou - Pastell eines unbekannten Künstlers, um 1830 (Foto: Wikipedia.de)
Georg Büchner als Freimaurer mit einem Logenbijou - Pastell eines unbekannten Künstlers, um 1830 (Foto: Wikipedia.de)

Hessisches Landestheater Marburg

Das frühvollendete Genie Büchner hinterließ - nicht einmal das 24. Lebensjahr vollendend - mit seinem schmalen Werk dennoch Weltliteratur. Dass der Kämpfer für soziale Gerechtigkeit - "Friede den Hütten, Krieg den Palästen" - ein solch zartes, geistreich-tiefsinniges, melancholisches Lustspiel schreiben konnte, verblüfft.

Man erlebt eine wunderbar deftige Männer-Italien-Reise, schließlich eine märchenhafte Liebesgeschichte, in der Zufall und Liebe allen Zwang und die Dummheit missbrauchter Macht entlarven. Witz und sprachliche Raffinesse dieses Stücks lassen einen breiten Deutungsspielraum und machen gleichwohl jede Aufführung zu einem großen Vergnügen.

Leonce und Lena

Im kleinen, eher beschränkt aufgeklärten Königreich Popo sitzen die Bienen träg an den Blumen. Der Sonnenschein liegt faul auf dem Boden, und Prinz Leonce wird vor vollendete Tatsachen gestellt: Der König will ihn mit Prinzessin Lena vom Königreich Pipi verheiraten.

Doch die Ehe mag der Prinz nicht eingehen. Er flüchtet mit dem arbeitsscheuen Valerio nach Italien. Unterwegs treffen sie Lena und deren Gouvernante. Ohne zu wissen wer sie sind, verlieben sich Prinz und Prinzessin ineinander.

Und noch während die hungernden Bauern in Popo gezwungen werden, eine Hochzeitszeremonie einzustudieren, tauchen vier Gestalten an den Grenzen des Landes auf ...

Georg Büchner

Bekannt wurde der 1813 im hessischen Goddelau geborene Georg Büchner als 20-jähriger Gießener Student durch die Veröffentlichung des "Hessischen Landboten", einer revolutionären Flugschrift, die die politischen Verhältnisse im feudalen Großherzogtum Hessen anprangerte und ihm eine steckbriefliche Verfolgung einbrachte.

Das 1836 in Straßburg entstandene, aber erst 1895 in München uraufgeführte Lustspiel "Leonce und Lena" unterscheidet sich stark von Büchners anderen Werken "Dantons Tod", "Lenz" und "Woyzeck". Die Leichtigkeit und die märchenhaften Züge sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Dramatiker auch ein ernsthaftes gesellschaftskritisches Anliegen verfolgte.

Georg Büchner starb 1837 im Alter von nur 23 Jahren in Zürich, wo er zuletzt als Privatdozent lebte.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Ort:
Bürgerhaus am Markt

Beginn:
19.30 Uhr


Weitere Informationen über das Hessische Landestheater Marburg finden Sie im Internet unter:

www.hlth.de

Kartenvorverkauf

Tourist Information Bad Berleburg
Poststraße 44 · 57319 Bad Berleburg
Telefon (0 27 51) 93 63 - 3

Ticket-Hotline
Telefon (0 18 03) 77 68 42
Internet www.proticket.de

Veranstalter

Kulturgemeinde Bad Berleburg e.V.

KULTURGEMEINDE BAD BERLEBURG E.V.
Poststraße 44 · 57319 Bad Berleburg
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eMail info (at) kulturgemeinde-bad-berleburg.de
Internet www.kulturgemeinde-bad-berleburg.de

 
 


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