Robert Ittermann - Zeichnungen und Plastiken
11. März bis 10. Mai 2009
Museum der Stadt Bad Berleburg
Der Bildhauer Robert Ittermann, geboren 1886 in Iserlohn, gehörte zu jenen Künstlern, die über die Kupferdruckerei des Hermann Kätelhön nach Wamel, in die Soester Börde, gelangten. Nach München, Karlsruhe und Düsseldorf schien der 57-Jährige - wie so viele andere Künstler - in den unruhigen Zeiten, die Ruhe auf dem Land zu suchen, wo er sein Atelier bis zu seinem Tode 1970 betrieb.
Ittermanns bildhauerisches Werk umfasst - neben Denkmälern und Plaketten - insbesondere Bildnisköpfe und Kleinplastiken aus Holz, Gips oder Bronze. Sein bevorzugtes Thema war die menschliche Gestalt, bei der er immer dem schönen, dem klassisch-humanistischen Menschenbild verpflichtet blieb.
Charakteristisch für Ittermann ist, dass er zeitlebens seiner im Studium angeeigneten Arbeitsweise und Formensprache verhaftet blieb. Seine Werke sind gekonnt schlicht modelliert und zeigen seine Fähigkeit, mit zarter und sensibler Annäherung, zeitlose Bildnisse von Anmut und Schönheit zu schaffen. Nicht selten muten die Kompositionen klassisch an, aber Ittermann rückte die Figuren nie ins Idealistische. Sein Anliegen war es, ein allgemeines Menschenbild zu geben. Ganz in sich gekehrt, still und harmonisch, treten sie dem Betrachter entgegen. Dabei vermied Ittermann Überflüssiges, indem er seine Menschenbilder auf die reine Darstellung des Körperlichen reduzierte. Damit steht er in der Tradition einer auf Hildebrand und Maillol sich gründenden Bildhauergeneration. Aber auch der westfälische Bildhauer Wilhelm Lehmbruck übte großen Einfluss auf Ittermann aus.
Die Ausstellung würdigt den Plastiker Ittermann, der auch Arbeiten für den öffentlichen Raum geschaffen hat. Anhand verschiedener Vorzeichnungen und Gipsmodelle kann seine Arbeitsweise nachvollzogen werden. Es wird auch eine bisher unbekannte Seite des Bildhauers zu sehen sein: Ittermann als Zeichner und genauer Naturbeobachter. Ausgestellt sind auch einige Landschaftsbilder seiner Heimat seit 1943 und einige Porträtzeichnungen, die sein besonderes Interesse an der menschlichen Physiognomie zeigen.
Ausstellungseröffnung
Zur Ausstellungseröffnung am 11. März 2009, um 19.00 Uhr, sind Sie und Ihre Freunde herzlich eingeladen.
Ausstellungsdauer
11. März bis 10. Mai 2009
Museum der Stadt Bad Berleburg
Goetheplatz 3 · 57319 Bad Berleburg
Öffnungszeiten: Dienstag, Freitag, Samstag und Sonntag 15.00 bis 18.00 Uhr
Kontakt:
Frau Riedesel
Telefon (0 27 51) 92 32 83 oder 92 32 32
Führungen:
Können nach Vereinbarung auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten durchgeführt werden.
Eintritt frei!










