Wollmarkt 2011: Schirmherr steht fest

Michael Kronauge übernimmt die Patenschaft für den 23. Wollmarkt

Bad Berleburg. (bw) Im Gegensatz zu früheren Jahrhunderten sind die Kontakte zwischen Bad Berleburg und Hallenberg seit einiger Zeit sehr positiv. Lieferten sich beide Gemeinden in ihrer Geschichte einige Rechtsstreitigkeiten, arbeiten die beiden Städte heute in manchen Fragen gut zusammen. Neuerlicher Höhepunkt der Partnerschaft ist seit Kurzem die Schirmherrschaft des Hallenberger Bürgermeisters Michael Kronauge beim Berleburger Wollmarkt am Sonntag, 8. Mai. "Der Zoff von einst ist vorbei", scherzte Michael Kronauge.

Heiner Trapp (3. v . l.) übergab als Vorsitzender des Verkehrs- und Heimatvereins Bad Berleburg die Urkunde an den Hallenberger Bürgermeister Michael Kronauge (4. v. l.) – er ist Schirmherr des 23. Wollmarkts der Neuzeit. Mit im Bild sind weitere Vertreter des Verkehrs- und Heimatvereins, des Touristikvereins und der Stadtverwaltung. (SZ-Foto: Björn Weyand)
Heiner Trapp (3. v . l.) übergab als Vorsitzender des Verkehrs- und Heimatvereins Bad Berleburg die Urkunde an den Hallenberger Bürgermeister Michael Kronauge (4. v. l.) – er ist Schirmherr des 23. Wollmarkts der Neuzeit. Mit im Bild sind weitere Vertreter des Verkehrs- und Heimatvereins, des Touristikvereins und der Stadtverwaltung. (SZ-Foto: Björn Weyand)

Den Kontakt zum Verwaltungschef der Nachbarkommune stellte Bernd Brömmeling her, der im vergangenen Jahr bei den Passionsspielen der Freilichtbühne in Hallenberg mitspielte und dort auch in diesem Jahr wieder eine Rolle übernimmt. "Er hat mich damals gefragt und ich hab' sofort gesagt: Das mache ich", sagte Michael Kronauge, bevor er die Urkunde für den Schirmherrn erhielt. Der Wollmarkt habe ja eine lange Tradition, wusste der gut informierte Hallenberger. Den ersten Wollmarkt habe es in Berleburg im Jahre 1754 gegeben, "daher freue ich mich darüber". Die Zusammenarbeit zwischen Bad Berleburg und Hallenberg sei fruchtbar, stellten Michael Kronauge und sein Bad Berleburger Pendant Bernd Fuhrmann fest.

Dafür gebe es auch Beispiele genug. Vor allem die Skihütte auf der Pastorenwiese, die einstmals vom SK Wunderthausen auf Hallenberger Grund gebaut wurde. Oder aber die (erfolgreiche) gemeinsame Resolution für die Sanierung der Landesstraße zwischen Wunderthausen und Hallenberg. Im Arbeitskreis historischer Ortskerne arbeiten die beiden Städte ebenfalls gemeinsam mit und damit auch am Regionale-Projekt "Märkte in Südwestfalen". Damit wolle Bad Berleburg den Goetheplatz neu gestalten, stellte Michael Kronauge fest, "bei uns geht es um die Vernetzung".

Das Thema des Regionale-Projekts passte natürlich. Heimatpflege und Brauchtum seien wichtig, meinte der Schirmherr des Bad Berleburger Wollmarkts und sagte in Richtung des ausrichtenden Verkehrs- und Heimatvereins: "Diese Sachen habt ihr euch ja auf die Fahnen geschrieben." Er werde in Hallenberg nun auch "ordentlich Werbung für den Wollmarkt machen", so Michael Kronauge. Das freute Heiner Trapp. Dass es die 23. Auflage des Wollmarkts in der Neuzeit sei, "das macht schon etwas her", betonte der 1. Vorsitzende des Verkehrs- und Heimatvereins. Zwei Gründe hätten einstmals für die Wiedereinführung des Wollmarkts gesprochen: die Werbung für die Stadt sowie der verkaufsoffene Sonntag.

"Damals gab es ja noch keine so liberalen Öffnungszeiten", so Heiner Trapp. "Der Wollmarkt bedeutet Wirtschaftsförderung für die Kaufleute und die Einzelhändler." Die drei Säulen seien der verkaufsoffene Sonntag, die Tierschau und der Schirmherr, erinnerte Heiner Trapp. Allerdings gab er zu bedenken: "Es wird immer schwieriger, solch einen Markt finanziell auf die Beine zu stellen." Der Wollmarkt wird wieder vom Verkehrs- und Heimatverein sowie dem Verein Markt und Tourismus ausgerichtet.

Von Björn Weyand


Siegener Zeitung (SZ)

SWA-Anzeiger (Siegener Zeitung) vom 06.02.2011

 
 


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