Sicher: Luchs ist zurück
Dienstag, 13. April 2010
Luchs in Wittgenstein
Ein Luchs hat wohl zwischen Januar und März sechs Rehe im Forstrevier Bromskirchen I – in unmittelbarer Nähe des Wittgensteiner Bundesgolddorfes Diedenshausen – gerissen. „Wir kommen zu keinem anderen Schluss, es muss ein Luchs gewesen sein“, sagte der zuständige Jagdaufseher Artur Dreisbach auf Anfrage der Siegener Zeitung. Er habe die Fährten gemessen. Der Fuchs komme auf 3,5 bis 4 Zentimeter, „ich habe 7,5 bis 8 Zentimeter gemessen“, verriet der Jagdaufseher aus Wunderthausen. Er habe die Thematik jüngst bei der Jagdversammlung gezielt angesprochen und sei dabei in seiner Einschätzung bestätigt worden. Ein Teilnehmer der Versammlung habe den Luchs auf der Wallershöhe selbst gesehen und der Mann sei ein sehr guter Tierkenner.
Donnerstag, 15. April 2010
Luchs in Wittgenstein
Die eindeutigen Hinweise, dass ein Luchs durch die Wittgensteiner Wälder streift, verdichteten sich. „Der Luchs ist definitiv da“, sagte Luchsberater Stefan Tietjen, der freiberuflich für die Biologische Station Siegen-Wittgenstein tätig ist, auf Anfrage der Siegener Zeitung. Kotproben, die auf dem Harfeld bei Richstein gefunden worden seien, hätten bei der DNA-Analyse ein eindeutiges Resultat ergeben. Er halte es für eine „tolle Sache“, dass ein heimisches Wildtier „offenbar wieder bei uns heimisch geworden ist“, freute sich Stefan Tietjen. Dabei sei der Nachweis der Wildkatze alles andere als einfach: „Ein Tier selbst zu sehen oder auch einen Riss zu finden, ist ein bisschen wie ein Sechser im Lotto“, verriet der Luchsberater. Dazu müsse man wissen, dass die Streifgebiete der Luchse riesig seien.
SWA-Anzeiger (Siegener Zeitung) vom 18.04.2010
Bildquelle: Foto ddp








