Initiative "Heiraten in Bad Berleburg":
Melanie und Bernd Oesterhoff heirateten
in den "Jagdstuben Grünewald"

Jawort im Gewölbekeller

Brautpaar und zahlreiche Gäste kamen in mittelalterlicher Kleidung.

Berghausen. (mst) Am Samstag wurde eine weitere Örtlichkeit der von der gleichnamigen Broschüre begleiteten städtischen Initiative "Heiraten in Bad Berleburg" mit Leben gefüllt. Nach der ersten Trauung am 2. Mai in der Orangerie am fürstlichen Schloss und mehr als einem Dutzend weiteren, unter anderem auch im Raumländer Schieferschaubergwerk, war es jetzt der Gewölbekeller bzw. Rittersaal der "Jagdstuben Grünewald", der für eine Stunde zum Trauzimmer der Stadt Bad Berleburg wurde. So stellte Standesbeamter Christoph Koch auch vor Beginn der eigentlichen Trauansprache klar, dass das Prozedere und die rechtliche Wirksamkeit trotz des nicht ganz alltäglichen Ortes nicht anders als im gewöhnlichen Trauzimmer seien. Gleichwohl versprüht der Gewölbekeller in der Tat den beworbenen mittelalterlichen Charme, zu dem nicht zuletzt die Gewandungen des Brautpaares, aber auch einiger ihrer Gäste beitrugen. Denn natürlich sollte an diesem Tag nicht nur der Ort, sondern vielmehr das Traupaar im Mittelpunkt stehen. Bernd Wilhelm Oesterhoff, dessen zweiter Vorname einigen Hochzeitsgästen offensichtlich bis zu diesem Tag noch nicht bekannt gewesen war, und Melanie Weide geb. Breidenstein, die später den Namen ihres Dann-Ehemannes annahm, hatten nach eigenem Bekunden für ihre Hochzeit Lust auf "etwas Anderes", so dass das Angebot der Stadt Bad Berleburg auf offene Ohren stieß.

Bernd und Melanie Oesterhoff waren am Samstag das erste Traupaar, das sich in der mittelalterlichen Atmosphäre des Gewölbekellers in den 'Jagdstuben Grünewald' das Jawort gab. (SZ-Foto: Marcel Strack)
Bernd und Melanie Oesterhoff waren am Samstag das erste Traupaar, das sich in der mittelalterlichen Atmosphäre des Gewölbekellers in den 'Jagdstuben Grünewald' das Jawort gab. (SZ-Foto: Marcel Strack)

Bernd Oesterhoff sagte nach der vollzogenen Eheschließung, dass ihm die Atmosphäre noch besser gefallen habe als bei der ersten Begutachtung der Räumlichkeiten. Der 26-jährige gebürtige Briloner Dachdecker und die ebenfalls 26-jährige Berleburgerin hatten sich vor drei Jahren in Winterberg kennen gelernt und nach einiger Zeit des Pendelns zwischen Rüthen und Bad Berleburg eine gemeinsame Wohnung in Berghausen bezogen. Mitte dieses Jahres stieß dann mit dem gemeinsamen Nachwuchs ein weiteres Familienmitglied zu den beiden.

Christoph Koch hatte für seine Trauansprache ein Gedicht unter dem Titel "Liebe früher und Liebe heute" mitgebracht, das sowohl das Traupaar als auch die Gäste zum Schmunzeln brachte. Im Anschluss an den ersten Gratulationsreigen wurden dann noch einige Formalien der 103. Eheschließung dieses Jahres in Bad Berleburg vollzogen. Neben der Übergabe des Heiratsbuches hatte Christoph Koch auch ein kleines Geschenk der Stadt für die Premiere im Gewölbekeller mit dabei. Einen Vorteil hat die Heirat in den Jagdstuben Grünewald auch in der Tatsache, dass die Hochzeitsgesellschaft nach der Trauung ohne einen Wechsel der Lokalität direkt zur anschließenden Feier übergehen kann.

Die etwa 50 Plätze im Raum wurden von den Gästen der Oesterhoffs dann auch vollständig in Anspruch genommen.

Von Marcel Strack


Siegener Zeitung (SZ)

Siegener Zeitung (SZ) vom 24.11.2008
Bildquelle: SZ-Foto (1) Marcel Strack (mst)

 
 


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