DIE VIA ADRINA

Die Via Adrina

Deutsches Wandersiegel für Premiumwege
RUND UM DIE EDERSCHLEIFEN
Soll man die Via Adrina charakterisieren, so trifft die Bezeichnung „Weg der Ausblicke“ wohl am besten. Der Weg führt, mit ungezählten Panoramablicken auf die Ederschleifen, um Arfeld und Schwarzenau, durch eine hügelige, unglaublich abwechslungsreiche Landschaft. Abwechslung wird hier groß geschrieben. Langeweile hat auf dem gut 20,5 km langen Weg wirklich keine Chancen, und wer dennoch nicht genug hat, dem wird sogar die Verknüpfung mit dem prämierten Wittgensteiner Schieferpfad geboten!

WANDERSIEGEL
„Deutsches Wandersiegel für Premiumwege“
Deutsches Wanderinstitut e.V. | www.wanderinstitut.de

AUTOREN: WOLFGANG TODT, ULRIKE POLLER

AUTOREN: WOLFGANG TODT, ULRIKE POLLER

LAGE / AUSGANGSPUNKT

Von Bad Berleburg aus folgt man den Landstraßen durch das Edertal bis Arfeld, wo man an der Ederbrücke gegenüber dem Gasthof „Zum Bahnhof“ parken kann.

ÖPNV: Auskunft bei ZWS (Tel. 01803/504030).
(Anfahrt mit Bahn und Bus schützt die Umwelt – Danke!)

TOURPLANUNG

Die Rundtour verlangt etwas Ausdauer und auf Teilabschnitten Trittsicherheit, daher sind feste Schuhe empfehlenswert.

KARTEN / LITERATUR

Wanderkarte Wittgenstein1:25.000,
Zweckverband Region Wittgenstein, 1. Auflage 2002, ISBN: 3-00-010140-3, EUR 9,50

WEGBESCHREIBUNG / SEHENS-, WISSENSWERTES

(Nummerierung einzelner Stationen: siehe auch Karte und Einkehr)

Das Eingangsportal zur Via Adrina befindet sich in Arfeld an der Ederbrücke (1) unweit des Parkplatzes neben der Gaststätte „Zum Bahnhof“. Der Weg verläuft in Form einer Acht um die Ederschleifen und kann bei Bedarf in zwei jeweils ca. 12 km lange Rundwege unterteilt werden (Arfeld- und Schwarzenaurunde). Bei Kilometer 19 gibt es die Möglichkeit, auf den ca. 14 km langen Rundweg des Wittgensteiner Schieferpfades (Markierung: Fledermaus) zu wechseln bzw. die Wanderung Richtung Bad Berleburg fortzusetzen.

Die Via Adrina selbst führt zunächst über die Ederbrücke und steigt auf engem Waldpfad bergan. Bald verlassen wir den Wald und treten auf freies Feld, wo uns der erste, überwältigende Panoramablick sowie eine Aussichtsplattform erwarten (2). Weit schweift unser Blick, und wir können große Abschnitte der Via Adrina einsehen. Markant ist v.a. der höchste Punkt bei der Siedlung „Oberes Hüttental“, der uns heute oft als Anhaltspunkt dienen wird. In schnellem Wechsel durchwandern wir Weide- und Wiesenflächen sowie Waldabschnitte, mal auf schmalen Pfaden, mal auf breiteren Natur- oder Wirtschaftswegen.

Wir umrunden das Hainbachtal, und gelangen zum Mühlbachtal (3), in dem besonders das „Rote Wittgensteiner Höhenvieh“ auffällt, eine alte Rinderart, die fast von den Weiden verschwunden war. Wir wandern weiter am Waldrand entlang und erreichen nach einigen Richtungswechseln und fantastischen Aussichten das Biotop Heide. An einer Bushaltestelle queren wir die L 903 (4) und kurz darauf den Leisebach. Jetzt wird es abenteuerlich: Auf engen Naturpfaden erleben wir urwüchsigen Wald, bevor wir nach insgesamt 8,5 km „Vor der Klause“ an den möglichen Abzweig zurück nach Arfeld gelangen (5). Den Ederschleifen folgend wenden wir uns nach Osten, passieren eine Weide mit Galloway-Rindern und wandeln im Hochwald entlang eines alten Wassergrabens.

Zurück im Tal ist die Eder zum Greifen nahe, wenn wir entlang des alten Mühlengrabens nach Schwarzenau (6) wandern. Hier lohnt der gepflegte Park des Schlosses einen Abstecher, bevor wir uns an den nächsten steilen Aufstieg wagen. Ziel ist das bereits vielfach erspähte Obere Hüttental (7), das wir nach insgesamt 13 km erreichen. Unser Blick fällt auf die bereits zurückgelegte Strecke, und beim folgenden abwechslungsreichen Wegverlauf durch Wald und Flur bieten sich zahlreiche Aussichten auf die bezaubernde Umgebung.

Vorbei an der Dekanatskirche betreten wir bei der Alten Schmiede nach gut 17,7 km Arfeld (8), lassen aber die Häuser schnell hinter uns und steigen ein letztes Mal bergan. Ein breiter Waldweg führt uns nach Nordwesten, wo wir schließlich auf den Wittgensteiner Schieferpfad treffen (9). Gemeinsam geht es in Serpentinen abwärts, bis sich die Wege im Tal trennen und wir entlang der Eder zurück nach Arfeld laufen. Nach insgesamt 20,5 km beenden wir diese außergewöhnliche Wanderung an der Ederbrücke (1).

MARKIERUNG

einheitlich (stilisierte Wellen)

EINKEHR / ÜBERNACHTUNG

(Nummerierung: siehe Wegbeschreibung und Wandertourkarte)

  • 1: Gasthaus „Zum Bahnhof“
    Telefon (0 27 55) 2 03
    Do Ruhetag, direkt am Start- / Endpunkt 
  • 6: Gasthaus Kassel
    Telefon (0 27 55) 2 11
    Mo Ruhetag, teilweise auch am Wochenende

    Gästehaus „Schwarzenauer Mühle“
    Telefon (0 27 55) 22 41 47
    eMail info (at) schwarzenauer-muehle.comGasthof Feige
    Telefon (0 27 55) 2 79
    geöffnet Fr und Sa ab 17.00 Uhr

    Café & Ferienwohnung Hainbach
    Telefon (0 27 55) 4 09
    eMail arfeld (at) arcor.de
    geöffnet Mi bis Sa ab 14.00 Uhr, So ab 10.00 Uhr
    Gruppen auf Anfrage

BESICHTIGUNGEN

SCHWARZENAU

Alexander-Mack-Museum
(Öffnungszeiten: jeden 1. So von 14-17 Uhr)
Telefon (0 27 55) 8 81 12 >>> Details

ARFELD

Schmiedemuseum Arfeld
(Öffnungszeiten: April bis Oktober jeden 1. und 3. Sa von 10-12 Uhr)
Telefon (0 27 55) 2 18 >>> Details

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