Neujahrskonzert der Philharmonie Südwestfalen:
Hörgenuss der Meisterklasse
Bad Berleburg. (al) Das traditionelle Neujahrskonzert der Philharmonie Südwestfalen unter der Leitung von Russell N. Harris ist längst zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender geworden. So war das Orchester auch in diesem Jahr wieder der Einladung der Kulturgemeinde Bad Berleburg gefolgt und wusste die über 400 Zuhörer im Bürgerhaus einmal mehr mit einem musikalischen Leckerbissen nach dem anderen zu begeistern.
Mit Walzern, Märschen und Polkas begrüßten die Musiker das neue Jahr beschwingt und energisch. Zum Auftakt erklang Wolfgang Amadeus Mozarts Ouvertüre zu der Oper "Die Entführung aus dem Serail", welche ihre Zuhörer in die Welt orientalischer Klänge entführte. "Mit einer schöneren Musik kann man solch ein Konzert einfach nicht eröffnen", schwärmte der gut gelaunte Dirigent Russell N. Harris, der die Sympathien der Zuhörer nicht nur durch seine humorvollen Moderationen und kleinen Tanzeinlagen auf dem Dirigentenpult, sondern vor allem durch sein stilistisches Gefühl für die Musik für sich gewann. Auch wenn die Philharmonie derzeit in zahlreichen Städten gastiert und sich laut dem Chefdirigenten "bereits die Fingerspitzen wund gespielt hat", so sei es doch immer wieder eine besondere Freude zu Gast in Bad Berleburg zu sein. "Es macht uns immer sehr viel Spaß hier zu spielen", so Harris.
Es folgten Gabriel Faurés Pavane op. 50 und Antonin Dvoraks Slawischer Tanz Nr. 8 g-Moll, der das neue Jahr mit heiteren und schwungvollen Elementen begrüßte. Nahtlos fügten sich auch Léo Delibes Ballettsuite "Silvia" und die "Pizzicate Polka" von Johann Strauß in das rundum gelungene Programm ein.
Den offiziellen Abschluss eines meisterhaften Konzertes bildete Franz Suppées Ouvertüre zu der Operette "Leichte Kavallerie". Den tosenden Applaus belohnte die Philharmonie mit dem Radetzky-Marsch und Strauß' "Elyn a Magyar", einer schnellen Polka, als Zugabe.
Russell N. Harris ließ es sich nicht nehmen, nicht nur sein Orchester, sondern auch das begeistert mit klatschende Publikum zu dirigieren und inszenierte damit einen schwungvollen Abschluss, welchen das Publikum mit stehenden Ovationen honorierte.
Wittgensteiner Wochenpost (WIPO) vom 10.01.2009
Bildquelle: Foto von A. L. Krämer








