Neuer Ankunftstermin für die Wisente
steht jetzt fest
Nach der witterungsbedingten Absage sind die Wisente
für den 24. März angesagt
Bad Berleburg. Das Warten hat ein Ende. Nun gibt es einen neuen Termin für die Ankunft der Wisente in Wittgenstein. Nachdem Schnee und Eis Anfang Februar die Ankunft verhindert hatten, sollen die Tiere nun am 24. März im Wittgensteiner Land angesiedelt werden.
Nach der witterungsbedingten Absage der ursprünglich für den 3. Februar geplanten Ankunft der ersten Wisente im Rothaargebirge sollen die Tiere nun am 24. März ankommen.
Neben Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers hat auch Landesumweltminister Eckhard Uhlenberg bereits seine Teilnahme an der Wisentankunft zugesagt. Schon zu dem ursprünglich geplanten Ankunftstermin hatten sich mehr als 60 Journalisten von Fernseh-, Hörfunk- und Zeitungsredaktionen angemeldet, die bei dem Ereignis dabei sein wollten, um hierüber zu berichten.
Enormes Medieninteresse
"Das Medieninteresse ist nach wie vor enorm hoch. Seit der Absage fragen immer wieder Journalisten nach einem neuen Termin. Unter Berücksichtigung der Witterung und der Möglichkeiten für sichere Transporte haben wir uns für den 24. März entschieden", so Bürgermeister Bernd Fuhrmann, Vorsitzender des Projekt-Trägervereins "Wisent-Wildnis-Wittgenstein".
Für den Abend des 24. März ist ein öffentlicher "Wisent-Abend" im Bürgerhaus Bad Berleburg vorgesehen. Auf dem Programm stehen Informationen rund um die Ankunft der Tiere, Expertengespräche und - zu späterer Stunde - eine "Wisent-Willkommens-Party", die mit ehrenamtlicher Unterstützung organisiert wird. "Wir wollen allen auf diese Weise die Möglichkeit geben, die Ankunft der Tiere gemeinsam zu erleben und zu feiern. Denn leider können wir nicht allen Interessierten den Zugang zum Eingewöhnungsgehege ermöglichen. Eine zu große Menschenmenge würde die scheuen Wildtiere schon bei ihren ersten Schritten auf Wittgensteiner Boden verschrecken", betont Landrat Paul Breuer.
Aus ganz Deutschland
Wie viele Wisente nun am 24. März kommen werden, steht noch nicht genau fest. Dies hängt von logistischen Fragen ab, die in den nächsten Wochen geklärt werden. Die schätzungsweise zunächst 6 bis 10 Tiere stammen aus verschiedenen Wildparks und Zuchtstationen in ganz Deutschland. "Zunächst werden die für ihre spätere Freisetzung vorgesehenen Tiere in ein mehr als 80 Hektar großes Eingewöhnungsgehege entlassen, wo sie ihren neuen Lebensraum kennen lernen können. Wissenschaftler verschiedener Universitäten beobachten sie dabei genau", hebt Johannes Röhl von der Wittgenstein-Berleburg'schen Rentkammer hervor.
Wisentexperten hatten die Verschiebung des ursprünglichen Ankunfttermins durch die Projektverantwortlichen begrüßt: Die Sicherheit der Tiertransporte wäre andernfalls aufgrund massiven Schneefalls und Eisglätte nicht gewährleistet gewesen. Die angemeldeten Medienvertreter waren nach der kurzfristigen Absage persönlich angesprochen worden.
Mittwoch, 24. März 2010
Ort:
Bürgerhaus am Markt
Beginn:
18.00 Uhr
Weitere Informationen über die Wisente in Bad Berleburg (Auswilderungsprojekt) finden Sie im Internet unter:
oder:
Trägerverein "Wisent-Wildnis-Wittgenstein e.V."
"Wisent-Büro"
Poststraße 42
57319 Bad Berleburg
Telefon 0049 2751 923-226
eMail wisent (at) wittgenstein-berleburg.net
"Wisent-Willkommensparty" in Bad Berleburg
Erste Wisente kommen
Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers ist Schirmherr
Bad Berleburg. Auf diesen Moment haben Naturfreunde in der Region, aber auch weit darüber hinaus schon lange gewartet: Am Mittwoch, 3. Februar, sollen die ersten, für ihre spätere Auswilderung vorgesehenen Wisente endlich in Wittgenstein eintreffen.
"Wir rechnen mit einem hohen öffentlichen Interesse an diesem Ereignis. Es werden etliche Journalisten in- und ausländischer Fernseh-, Hörfunk- und Zeitungsredaktionen dabei sein, um über die Ankunft der ersten Wisente zu berichten. Derzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, um hier einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten", erklärt der Vorsitzende des Trägervereins Wisent-Wildnis-Wittgenstein, Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann. Der Schirmherr für die Auswilderung der Wisente im Rothaargebirge, Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers, hat seine Teilnahme an der Ankunft der Tiere bereits zugesagt.
"Bei allem Verständnis für das enorme öffentliche Interesse, das die Wisente schon heute bei uns in Siegen-Wittgenstein, aber auch bundesweit und teilweise europaweit erzeugen, müssen wir dennoch dafür Sorge tragen, dass die Tiere im Mittelpunkt stehen. Daher kann nicht allen Naturfreunden oder Projektinteressierten ein Zugang zum Eingewöhnungsgehege ermöglicht werden", betont Landrat Paul Breuer. "Es muss vermieden werden, dass die ersten Wisente schon bei ihrer Ankunft durch die Folgen eines zu großen Menschenauflaufs gestört werden."
Deshalb ist für den Abend des 3. Februar eine öffentliche "Wisent-Nacht" im Bürgerhaus in Bad Berleburg vorgesehen. Auf dem Programm stehen Informationen rund um die Ankunft der Tiere, Expertengespräche und – zu fortgeschrittener Stunde - eine "Wisent-Willkommens-Party".
Edgar Reisinger von Taurus Naturentwicklung: "Das Natur- und Artenschutzprojekt wäre ohne die tolle Unterstützung der Menschen in der Region nicht möglich. Auch, wenn nicht jeder die Ankunft der Tiere live miterleben kann, ist und bleibt es ein Projekt, das von den Menschen hier getragen wird. Bis zur Ankunft der Tiere war es ein weiter, oft steiniger Weg. Deshalb darf man die Ankunft der Tiere auch gemeinsam feiern."
Die genaue Anzahl der ersten Tiere steht noch nicht fest, da mehrere Transporte vorgesehen sind. Für einen dauerhaften Erfolg zur Arterhaltung ist es wichtig, dass die Tiere möglichst verschiedene Stammbäume haben.
"Daher kommen die Wisente für das Rothaargebirge aus verschiedenen Wildparks und Zuchtstationen. Vor ihrer Auswilderung werden sie in ein etwa 80 Hektar großes Eingewöhnungsgehege entlassen, damit sie sich an ihr neues Umfeld gewöhnen können. Hierzu wurde in den zurückliegenden Wochen ein entsprechendes Zaunsystem errichtet", so Johannes Röhl von der Wittgenstein-Berleburg'schen Rentkammer.
Während dieser Eingewöhnungsphase werden die Tiere von Wissenschaftlern verschiedener Universitäten genau beobachtet, damit sie anschließend wie geplant frei durch die Wittgensteiner Wälder streifen können, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.
Mittwoch, 3. Februar 2010
Ort:
Bürgerhaus am Markt
Beginn:
18.00 Uhr
Weitere Informationen über die Wisente in Bad Berleburg (Auswilderungsprojekt) finden Sie im Internet unter:
oder:
Trägerverein "Wisent-Wildnis-Wittgenstein e.V."
"Wisent-Büro"
Poststraße 42
57319 Bad Berleburg
Telefon 0049 2751 923-226
eMail wisent (at) wittgenstein-berleburg.net
Extremer Schneefall:
Ankunft der ersten Wisente im Rothaargebirge
aus Sicherheitsgründen verschoben
Die extreme Witterungslage in Südwestfalen führt dazu, dass die für Mittwoch, 3. Februar 2010, angekündigte Ankunft der ersten, für ein hochkarätiges Natur- und Artenschutzprojekt vorgesehenen, Wisente im Rothaargebirge verschoben werden muss. Für die kommenden Tage haben Wetterdienste für die Region erhebliche Mengen Neuschnee vorhergesagt. Hinzu kommt angesichts prognostizierter Windstärken von 7-8 ein deutlich erhöhtes Risiko von Schneebruch: "In Mittelgebirgslagen wie der des Rothaargebirges kann angesichts solcher Wetterlagen nicht ausgeschlossen werden, dass Menschen zu Schaden kommen, insbesondere dann, wenn Bäume unter massiver Schnee- oder Eislast brechen", so der Projekt-Mitinitiator Johannes Röhl von der Wittgenstein-Berleburg'schen Rentkammer.
"Das Gelände ist abgelegen und unwegsam. Hier liegen schon heute bis zu 100 cm Schnee. Zahlreiche Fachleute, Medienvertreter aus dem ganzen Bundesgebiet und Projektbeteiligte haben im Vorfeld angekündigt, an der Ankunft der Tiere teilzunehmen. Angesichts der Wetterlage kann ihre Sicherheit nicht gewährleistet werden", so der Vorsitzende des Trägervereins "Wisent-Wildnis-Wittgenstein e.V.", Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann.
Ein weiterer Grund für die Absage: auch die Transporte der Tiere sind angesichts der Wettervorhersage zu riskant: Ursprünglich sollten sich Dienstag Abend erste Transporte mit ausgewählten Tieren aus Tierparks und Zuchtstationen deutschlandweit auf den Weg ins südwestfälische Siegen-Wittgenstein machen, wo mit der Freisetzung von Wisenten eines der zur Zeit bedeutendsten internationalen Artenschutzprojekte verwirklicht wird. Aus Verantwortung gegenüber den Gästen, den Wisenten und auch dem gesamten Natur- und Artenschutzprojekt haben die Projektverantwortlichen daher entschieden, den Termin der Ankunft der Tier vorerst zu verschieben.
"Es wäre geradezu töricht, die Sicherheit von Menschen sowie der Tiere, um deren Arterhalt es geht, in irgendeiner Form zu gefährden, nur um einen angekündigten Termin einzuhalten", betont auch der Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein, Paul Breuer. Die Projektverantwortlichen kündigen an, dass ein neuer Termin für die Ankunft der ersten Wisente schnellstmöglich realisiert werden soll.
Einen großen Dank richten die Projektverantwortlichen an alle ehrenamtlichen Helfer, die mit sehr großem Einsatz an den Vorbereitungen für die Wisent-Ankunft mitgewirkt haben: "Ihre Mühen sind nicht vergebens gewesen, denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben!"
Quelle:
Kreis Siegen-Wittgenstein online (01.02.2010)










