12. Wittgensteiner Holzmarkt 2011

Leitthema: "Das internationale Jahr der Wälder
im waldreichsten Kreis Deutschlands"

12. Wittgensteiner Holzmarkt 2011: Künstlerische Verarbeitung der natürlichen Ressource 'Holz' (Foto: Mengel)
12. Wittgensteiner Holzmarkt 2011: Künstlerische Verarbeitung der natürlichen Ressource 'Holz' (Foto: Mengel)
12. Wittgensteiner Holzmarkt 2011: Künstlerische Verarbeitung der natürlichen Ressource 'Holz' (Foto: Aussteller)
12. Wittgensteiner Holzmarkt 2011: Künstlerische Verarbeitung der natürlichen Ressource 'Holz' (Foto: Aussteller)
12. Wittgensteiner Holzmarkt 2011: Sonderthema 'Wittgensteiner Wälder: Fit für die Zukunft?' (Foto: Röhl)
12. Wittgensteiner Holzmarkt 2011: Sonderthema 'Wittgensteiner Wälder: Fit für die Zukunft?' (Foto: Röhl)
12. Wittgensteiner Holzmarkt 2011 (Plakat)
12. Wittgensteiner Holzmarkt 2011 (Plakat)

Am 10. und 11. September 2011 findet jeweils in der Zeit von 10.00 bis 18.00 Uhr in Bad Berleburg der "Wittgensteiner Holzmarkt" statt. Diese weit über die Grenzen Wittgensteins bekannte Veranstaltung widmet sich im "Internationalen Jahr der Wälder" auf dem diesjährigen 12. Holzmarkt dem Leitthema "Das internationale Jahr der Wälder im waldreichsten Kreis Deutschlands".

Auch in diesem Jahr erstreckt sich das Marktgelände wieder bis in die Poststraße hinein. Neben dem Bürgerhaus und dem Marktplatz bieten sich hier großartige Möglichkeiten der Präsentation.

Anschaulich und praxisnah wird der "Wittgensteiner Holzmarkt" den Besuchern ein breites Spektrum der handwerklichen und künstlerischen Verarbeitung der natürlichen Ressource "Holz" bieten. Für die Fachleute aus den beteiligten Sparten wird ein umfassendes Programm gezeigt, das die historische und kulturelle Bedeutung sowie auch die wirtschaftlichen Potentiale der Wertschöpfung im Wittgensteiner Holz- und Waldland in den Vordergrund stellt. Der "Wittgensteiner Holzmarkt" hat sich schon lange als Schaufenster für innovative Produkte, Herstellungs- und Verarbeitungsmethoden des Rohstoffes "Holz" etabliert.

Zum Leitthema "Das internationale Jahr der Wälder im waldreichsten Kreis Deutschlands" gibt es in diesem Jahr ein Forum im Forstzelt auf dem Marktplatz. Hier wird der Vorsitzende des Waldbauernverbandes Nordrhein-Westfalen, Dr. Philipp Freiherr Heereman, am Samstag, dem 10. September um 15.00 Uhr eine Grundsatzrede zur Positionierung des nordrhein-westfälischen Privatwaldes halten. Am Sonntag, dem 11. September findet um 15.00 Uhr im Forstzelt eine Podiumsdiskussion unter der Moderation von Denis Stephan (Lokalzeit Südwestfalen - WDR-Studio Siegen) mit namhaften Vertretern des Waldbesitzes, des Naturschutzes und der holzverarbeitenden Industrie statt. Das Thema: "Produktion oder Stilllegung: Strategien im Hinblick auf die erwartete Holz-Versorgungslücke 2020".

Verkaufsoffener Sonntag

Neben den holzspezifischen Informationen auf dem eigentlichen Holzmarkt bietet der Bad Berleburger Einzelhandel am Sonntag, dem 11. September 2011 in der Zeit von 13.00 bis 18.00 Uhr die ganze Palette seiner Leistungsfähigkeit und lädt zum Bummeln und Verweilen ein.

Veranstalter

Veranstaltergemeinschaft "Wittgensteiner Holzmarkt":

  • Stadt Bad Berleburg
  • Touristikverein
    "Bad Berleburg Markt und Tourismus e.V."
  • Regionalforstamt Siegen-Wittgenstein
  • Wittgensteiner Akademie e.V.
  • Waldbauernverband NRW
  • Wittgenstein-Berleburg'sche Rentkammer

 

 


Einsatz von Rückepferden

Kombination Pferd-Maschine - Einsatz von Rückepferden (Foto: IGZ Peter Herold)

Kombination Pferd-Maschine - Einsatz von Rückepferden (Foto: IGZ Peter Herold)

Einziger Garant für eine schonende Waldbewirtschaftung

Die Natur schonende und nachhaltige Nutzung des Waldes ist in allen Landesforstgesetzen wie auch im Bundeswaldgesetz festgeschrieben. Dennoch findet der Einsatz von Rückepferden nach wie vor nur sehr vereinzelt Beachtung. Stattdessen wird wider besseres Wissen weiter auf immer größere und schwerere Maschinentechnik gesetzt.

Die Vorteile des Pferdeeinsatzes liegen in der Schonung des stehenden Bestandes, dem Klimaschutz und er CO2-Neutralität sowie der bei vielen Arbeiten ökonomischen Überlegenheit gegenüber dem Maschineneinsatz. Durch den Einsatz von Arbeitspferden kann der Abstand der Rückegassen im Wald von 18 m - 20 m auf 40 m und mehr vergrößert werden. Allein durch diese Maßnahme gewinnt der Wald mindestens 10 % an Holzbodenfläche hinzu.
Der vielleicht bedeutendste, wissenschaftlich hinreichend belegte Vorteil des Pferdeeinsatzes ist, dass dieser die einzige Möglichkeit darstellt, bei der Waldbewirtschaftung Schäden am Boden zu vermeiden. Dennoch wird den immer schwereren Forstmaschinen meist der Vorzug gegeben, weil diese angeblich ökonomischer eingesetzt werden können. Mit Raupenfahrwerken, Bogie-Bändern, Spezialbereifung etc. wird versucht, die ständig steigenden Maschinengewichte in ihrer Wirkung auf den Boden zu kompensieren. Dass diese technischen Lösungsversuche die Bodenschäden nicht verhindern können, sondern sie oft sogar noch verstärken, ist seit beinahe 30 Jahren bekannt und wird seitdem konsequent geleugnet und ignoriert. Die vordergründig größere Wirtschaftlichkeit des Maschineneinsatzes ist nur dann gegeben, wenn die Schäden am Boden und am stehenden Bestand, der Maschinen gerechte und dadurch ökologisch weitgehend wertlose Waldbau sowie der Arbeitsplatzverlust im ländlichen Raum nicht angerechnet bzw. der Gesellschaft aufgebürdet werden.
Obwohl all diese Fakten den Fachleuten bekannt sind, führt dies bisher nicht dazu, dass der nachhaltige und umweltschonende Einsatz von Arbeitspferden vermehrt umgesetzt wird.

Die Interessengemeinschaft Zugpferde e.V. (IGZ) setzt sich seit ihrer Gründung 1992 konsequent für einen tiergerechten und ökologisch verträglichen Einsatz von Pferden in der Forstwirtschaft ein. Mit dem "Kölner Verfahren", dem "Wittgensteiner Verfahren" sowie dem "Berliner Verfahren" hat die IGZ drei verschiedene Einsatzverfahren von Pferden in der Forstwirtschaft und deren Leistungspotential beschrieben.
Der von der IGZ seit vielen Jahren geforderte Mindestabstand der Rückegassen von 40 m wird heute kaum mehr in Frage gestellt. Sowohl die neuen FSC-Richtlinien als auch die ersten Landesforstgesetze schreiben diesen Mindestabstand vor. Der hierdurch entstehende Bedarf an Vorrückeleistungen wird vom Pferd in ökologischer wie ökonomischer Sicht am besten abgedeckt. Die anstehende FSC-Zertifizierung des Staatswaldes in Nordrhein-Westfalen ebenso wie in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland lässt erwarten, dass der Pferdeeinsatz im Wald in den kommenden Jahren deutlich zunehmen wird. Zum Wohle des Waldes und zum Wohle der ganzen Gesellschaft, die davon profitiert, dass der Wald seine ökologischen Funktionen dann wieder besser wird wahrnehmen können!

Denn wenn wir langfristig stabile Wälder und eine Bewirtschaftung wollen, die die Bezeichnung "nachhaltig" wirklich verdient, so führt im Wald kein Weg am Arbeitspferd vorbei. Nur die intelligente Verzahnung von Pferden im Bestand, einem Rückegassenabstand von mindestens 40 Metern und moderner, angepasster Maschinentechnik auf den Gassen und Wegen ist in der Lage, die ökologische Leistungsfähigkeit und damit auch die langfristige und nachhaltige Nutzungsfähigkeit unserer Wälder zu garantieren, wie es die Forstgesetze vorschreiben. Somit ist nur eine Forstwirtschaft, die in verstärktem Maße auf den Einsatz von Arbeitspferden setzt, gesetzeskonform!

Die Interessengemeinschaft Zugpferde e.V. (IGZ) ist der bundesweite Lobbyverband für den modernen und tiergerechten Einsatz von Arbeitspferden und anderen Zugtieren in allen dafür in Frage kommenden Bereichen. Dazu gehören neben der Land- und Forstwirtschaft, auch die Bereiche Naturschutz und Landschaftspflege sowie der Kommunaldienst, der sanfte Tourismus und der Freizeitbereich. Die IGZ hat rund 1400 Mitglieder bundesweit sowie in 9 weiteren Europäischen Ländern und den USA. In mittlerweile 9 Bundesländern gibt es eigenständige IGZ-Landesverbände. Darüber hinaus werden in bundesweit tätigen Arbeitskreisen (Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Tourismus, Pflügen, Zucht, Jugend, Rinderanspannung) die jeweils spezifischen Fragestellungen bearbeitet. Seit 2009 bietet die IGZ mit den Ausbildungs- und Prüfungsrichtlinien (IGZ-APRI) ein modulares und zertifiziertes Ausbildungssystem für Pferde und Fuhrleute in den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gewerbliches Fahren an.

Weitere Informationen über die Interessengemeinschaft Zugpferde e.V. (IGZ) finden Sie im Internet:

www.ig-zugpferde.de

 
 


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