Ferienregion Wittgenstein ist 2008 sehr gefragt

Der Rothaarsteig hat nichts von seiner Zugkraft für den Tourismus in Wittgenstein verloren. Zusätzliche Angebote wie Museen und die Großveranstaltungen in Bad Berleburg - beispielsweise das Stadtjubiläum - locken ebenfalls Gäste an. (Foto: Rothaarsteigverein)
Der Rothaarsteig hat nichts von seiner Zugkraft für den Tourismus in Wittgenstein verloren. Zusätzliche Angebote wie Museen und die Großveranstaltungen in Bad Berleburg - beispielsweise das Stadtjubiläum - locken ebenfalls Gäste an. (Foto: Rothaarsteigverein)

Wittgensteiner Tourismus-Verantwortliche sind mit Sommer-Urlaubszeit zufrieden

Von Tim David Wolf

Wittgenstein. Die Tourismusbranche in Wittgenstein kann mit dem Sommer bislang zufrieden sein. Die Beherbergungsbetriebe in Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück sind stark nachgefragt und gelegentlich fast ausgebucht. Der Rothaarsteig, aber auch Großveranstaltungen und Sehenswürdigkeiten machen's möglich.

Die Ferienregion Wittgenstein hat in diesem Jahr eine enorm hohe Auslastung. Wie Andreas Reinéry im WR-Gespräch erläuterte, seien zahlreiche Beherbergungsbetriebe in Bad Berleburg nahezu ausgebucht.

"Unsere Touristinformation ist in diesem Jahr absolut ausgelastet", erklärte Geschäftsführer Reinéry. Dass der Bad Berleburger Touristikverein einzelne Gruppen oft gar nicht mehr vermitteln könne, habe auch mit den vielen Events in diesem Sommer zu tun: Das Jubiläum der "Brethren Kirchen" vom vergangenen Wochenende, an dem Ortsvorsteher Bodo Hüster über 700 Gläubige in Schwarzenau begrüßte, sei nur ein Beispiel für den enormen Zulauf an Gästen in der Ferienregion Wittgenstein.

Auch Projekte, wie die Konzertreihe "Bad Berleburg Live" hätten sich als Publikumsmagnet erwiesen. Neben der Bad Berleburger Festwoche zum 750-jährigen Jubiläum sind die "Eder-Bike-Tour" am 24. August oder auch die "Let's Dixi-Reihe" weitere hochkarätige Veranstaltungen, die erneut zahlreiche Touristen nach Bad Berleburg locken werden.

Den Abschluss der Schulferien in Bad Berleburg bilde an diesem Wochenende der Aktionstag der Stadtjugendpflege, sowie abends die Sommernachtsparty. "Auch hier werde der Zulauf wieder sehr groß sein", ist sich Reinéry sicher.

Starke Nachfrage aus Benelux-Staaten

Die Wanderwege in Wittgenstein waren auch in diesem Jahr wieder der große Renner. Bereits im Vorfeld wurde für die Ferienregion Wittgenstein gezielt geworben: Auf Messen in Antwerpen oder Bremen habe der Touristikverein Bad Berleburg ein großes Kundenpotential angesprochen. "Urlauber aus den Beneluxländern oder aus Norddeutschland erweisen sich für unsere Region als Quellenmärkte", betonte Reinéry.

Eine ähnliche Entwicklung verzeichnete der TKS in Bad Laasphe. Verena Heers erklärte, dass in Bad Laasphe momentan viele Gäste aus den Niederlanden anzutreffen seien. Dass das Rothaargebirge die nächstgelegene Wanderregion für Urlauber aus den Niederlanden ist, bestätige diese Entwicklung. In Bad Laasphe selbst stehen Besichtigungen des Radio- und Pilz-Museums ganz oben auf der Wunschliste der Touristen. Auch die Altstadt in Bad Laasphe sei bei den Urlaubern immer einen Stadtbummel wert, so Geschäftsführerin Heers.

Viele Wanderurlauber verzeichne auch die Kommune Erndtebrück. Die Belegung der umliegenen Betriebe sei ebenfalls sehr gut, erklärte Helga Trettin von der Gemeinde Erndtebrück. So nutzten Touristen die umliegenden Wanderwege und natürlich den Rothaarsteig für längere Touren. Vom Rothaarsteig aus kommend, kehrten viele Wanderer in Pensionen in Zinse ein, um ihre Wandertour am nächsten Tag fortzusetzen.

Hintergrund

Umsatzzuwachs mit weniger Beschäftigten

  • Das Gastgewerbe in NRW verzeichnete im Juni 2008 laut Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik eine Umsatzsteigerung im Beherbergungsgewerbe.
  • Mit 10,3 Prozent gab es im Vergleich zum Juni des vergangenen Jahres einen zweistelligen Umsatzzuwachs. Auch bei Kantinen und Caterern nahm der Umsatz um 2,8 Prozent zu.
  • Im Vergleich dazu gab es im Bereich der Gaststätten Einbußen: Die Speisen geprägte Gastronomie hatte im selben Zeitraum einen Umsatzrückgang um 5,2 Prozent zu verkraften.
  • Die Beschäftigtenzahl im Gastgewerbe ging um 2,3 Prozent zurück. Auch hier hat das Gaststättengewerbe mit einem Rückgang an Beschäftigten von 3,3 Prozent die höchste Verlustrate zu verzeichnen.
Westfälische Rundschau (WR)

Westfälische Rundschau (WR) vom 07.08.2008
Bildquelle: WR-Foto (1) vom Rothaarsteigverein

 
 


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