Doppelausstellung mit Werken von Ansgar Nierhoff in Schmallenberg und Bad Berleburg
Skulpturen schwebten per Kran ein
Schmallenberg / Bad Berleburg. (ger) Die Kunstwerke kamen per Lkw und wurden per Kran an ihre Standorte gehievt: Seit Dienstag sind drei der fünf Großskulpturen von Ansgar Nierhoff in Schmallenberg zu sehen, wo sie im Rahmen einer Ausstellung mit dem Titel "umFormen - umStellen" bis Mitte August gezeigt werden.
Die Positionierung der Kunstwerke vollzog sich unter den kritischen Blicken Ansgar Nierhoffs. Der 1941 in Meschede geborene und seit über 40 Jahren in Köln lebende Künstler ist dafür bekannt, dass er nichts dem Zufall überlässt - weder bei der Erstellung seiner Werke noch bei ihrer Positionierung im öffentlichen Raum.
Mit strengem, künstlerischem Konzept setzt er sich mit Material, Energie und Formgebung auseinander und respektiert die örtlichen Platzierungsmöglichkeiten.
"Der Wächter" steht vor der Friedenskapelle
Fünf große Stahlskulpturen werden im Zentrum Schmallenbergs und der Umgebung zu sehen sein. Am Montag wurden drei Exponate im Beisein des Künstlers aufwändig positioniert.
Es begann in Bad Fredeburg vor der Friedenskapelle mit der Skulptur "Der Wächter". Vor der Kapelle auf dem Werth fand dank einer Meisterleistung des Lkw-Fahrers und Kranbedieners die 3,30 Meter hohe und 2,5 Tonnen schwere Stahlskulptur "Komposit-Streckung" ihren Platz. Die Stahlskulptur "3 Polyeder" wird im Schmallenberger Kurpark gezeigt.
"Kleinere" Arbeiten Nierhoffs werden im "Kunsthaus Alte Mühle" in Schmallenberg vom 1. Juni bis 20. Juli und im Museum der Stadt Bad Berleburg vom 8. Juli bis zum 17. August zu sehen sein: Darunter sind 19 kleinere Stahlskulpturen sowie ingesamt 40 kleinformatige Zeichnungen.
Ergänzung zur Skulptur "Kein leichtes Spiel"
Die Doppelausstellung in Schmallenberg und Bad Berleburg basiert auf einem Gemeinschaftskonzept beider Städte, des Kunsthauses Alte Mühle, der Kulturgemeinde Bad Berleburg, der Wittgensteiner Akademie, der Kur und Freizeit Schmallenberger Sauerland und des Touristikvereins Bad Berleburg.
Die gezeigten Werke stellen eine wichtige Ergänzung zur Skulptur "Kein leichtes Spiel" dar, die Nierhoff bereits im Jahr 2000 für den 22 Kilometer langen Waldskulpturenweg zwischen Schmallenberg und Bad Berleburg geschaffen hatte und die bei Kühhude steht.
Die Doppelschau garantiert Kunstinteressierten, Familien und Wanderern in der anziehenden sauerländischen Wander- und Erholungsregion eine spannende Kombination aus Kunst- und Naturerlebnis.
Westfälische Rundschau (WR) vom 29.05.2008
Bildquelle: Fotos (6) von Peter Böcking














